2018-10-30 001Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Chinesisch-Deutschen Hochschulkollegs (CDHK) hat das ITM mit Unterstützung des International Offices am 11.10.2018 an der Tongji-Universität in Shanghai einen RUB-Innovationstag zum Thema „Engineering 4.0“ organisiert. Von der RUB war eine 16-köpfige Delegation angereist: der Rektor der RUB, Prof. Schölmerich, der Dekan der Fakultät für Maschinenbau, Prof. Petermann, sowie 9 Professoren/innen, die im Umfeld des Engineerings 4.0 ausgewiesene Experten sind.

Zu den beteiligten RUB-Professoren gehörten neben den Maschinenbau-Experten auch Vertreter der Wirtschafts-, Sozial- und Arbeitswissenschaften. Das ITM wurde neben Prof. Abramovici auch durch Philipp Savarino und Stefan Adwernat vertreten. Ziel dieser Veranstaltung war, einen intensiven Informationsaustausch im Umfeld der Lehre und Forschung im Engineering 4.0 und eine Intensivierung der Kooperation zwischen den beiden Hochschulen in diesem Bereich.

Der Schwerpunkt der Tongji-Universität zum Thema Industrie 4.0 liegt im Bereich der smarten Fertigung. Industrie 4.0 beinhaltet aber nicht nur die Fertigung, sondern vor allem eine neue Generation von Industrieprodukten, sogenannten „Smarte Produkte“, die intelligent, flexibel und vernetzt sind und über völlig neue Geschäftsmodelle im Markt angeboten werden können. Die Entwicklung und das Engineering dieser neuen smarten Produktgeneration (Engineering 4.0) ist eine der wichtigsten Herausforderungen für die Industrie in den nächsten Jahren, aber auch für Universitäten, die ihre Studierenden und Graduierten in die Lage versetzen müssen, diese Entwicklungen mitzugestalten. Dabei kann die RUB durch zahlreiche vorhandene Kompetenzen und Aktivitäten im Engineering 4.0 einen wichtigen Beitrag leisten.

Im Rahmen des RUB-Innovationstages haben Professorinnen und Professoren der RUB unter fachlicher Leitung von Prof. Abramovici über neueste Entwicklungen des Engineerings im Kontext von Industrie 4.0 und über innovative Aktivitäten in diesem Umfeld an der RUB informiert. Der Vize-Präsident der Tongji Universität, Prof. Zhiqiang (Siegfried) WU, und der Rektor der RUB, Prof. Schölmerich, gaben in ihren Eröffnungsvorträgen eine Übersicht über die bisherigen gemeinsamen Aktivitäten zwischen der RUB und der Tongji-Universität in den Bereichen Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaften. Der Dekan der Fakultät für Maschinenbau an der RUB, Prof. Petermann, würdigte die bereits über 20-jährige enge Kooperation der beiden Universitäten im Fachbereich Maschinenbau.

In seinem Keynote-Vortrag gab Prof. Abramovici, Lehrstuhl für Maschinenbauinformatik (ITM) und Fachkoordinator für den Fachbereich Maschinenbau am Chinesisch-Deutschen Hochschuldkolleg (CDHK), eine Übersicht zum Thema „Engineering 4.0- Neue Potenziale in Industrie 4.0“, in der er den disruptiven Innovationscharakter von Industrie 4.0 sowie die daraus resultierenden Herausforderungen und Chancen vortrug. Die anschließenden Fachvorträge der RUB-Professoren/innen gaben eine kurze Einführung in das Forschungsgebiet der jeweiligen Lehrstühle und zeigten potenzielle Kooperationsmöglichkeiten mit der Tongji-Universität auf. Prof. Kuhlenkötter, Lehrstuhl für Produktionssysteme (LPS) und Sprecher des neuen Zentrums für das Engineering Smarter Produkt-Service Systeme (ZESS) in Bochum, stellte die Schwerpunkte dieser neuen Einrichtung und die dort vorhandenen Forschungsmöglichkeiten im Umfeld des Engineerings 4.0 dar. Prof. Bender, Lehrstuhl für Produktentwicklung (LPE), fokussierte die veränderten Anforderungen an die Entwicklung von Smarten Produkten und Services und Prof. Kreimeier, Lehrstuhl für Produktionssysteme (LPS), stellte als Leiter der Lern- und Forschungsfabrik (LFF) Praxisbeispiele aus dem Umfeld der Smarten Produktion vor. Prof. Wilkens, Lehrstuhl für Arbeit, Personal und Führung (APF), fokussierte in ihrem Vortrag die neuen notwendigen Kompetenzen in der Arbeitswelt von morgen und Prof. Steven, Lehrstuhl für Produktionswirtschaft (PROWI), gab einen Überblick über die neuen Möglichkeiten von digitalen Geschäftsmodellen im Umfeld von Smarten Produkt-Service-Systemen. Abschließend thematisierte Prof. Abramovici zusammenfassend die Integration all der zuvor vorgetragenen Fachbereiche in seinem Beitrag zum Thema „Smart Engineering Integration“.

In einer abschließenden Podiumsdiskussion zum Thema „Ingenieursausbildung 4.0“ wurden unter Moderation von Prof. Abramovici neue Kompetenzen an die zukünftigen Generationen von Ingenieuren diskutiert. In den Pausen sowie dem abschließenden Stehempfang im Chinesisch-Deutschen Innovationslabor (CDI) bot sich den Teilnehmern bei Snacks und Getränken die Möglichkeit zum intensiven Austausch sowie zur Vernetzung untereinander.

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